Katja Kollowa

Katja dreht durch//2019/Video-Performance_Installation
In der Videoinstallation "Katja dreht durch" bewegt sich die Künstlerin Katja Kollowa in einem selbst genähten von Schwarz zu Weiß werdenden, bemalten Kleid, kreisend durch den grauen Bühnenraum.

Dabei zoomt sie einzelne Sequenzen heran und wieder weg, so dass die malerische Oberfläche des Kleides zu einer bewegten, monochromen Malerei wird. Sie lässt bewusst Assoziationsketten offen: Das Drehen verweist unter anderem auf das Rotieren eines Kreisels, das Rotieren im Leben, das Drehen im Tanz (der rauschhafte Tanz der Derwische, Schwindelgefühle durch die Kraft im Drehen,...) das Drehen hin zu etwas Neuem.
Die Videoperformance integriert sie im Ausstellungskontext in einer Installation aus 1-5 kreisrunden, bemalten Holzplatten, die in ihrer schwarz-zu-weiß werdenden Farbigkeit auf die Performance Bezug nehmen.

Statements

„Im Zeitalter des technischen Fortschrittes und der Perfektion sind „Fehler“ und „Unregelmäßigkeiten“ nicht erwünscht. Blank polierte Oberflächen, malerisch, schwarze wolkenartige Wandobjekte aus Beton. Der Fleck als Symbol für Verschmutzung, Dreck, Fehlschläge, Unglücke. Ein Fleck als Ausdruck einer spontanen, zufälligen Aktion eines „Fleckmachens“ entsteht etwas Neues, Unvorhersehbares. Das Material Beton, ein Material der Bauindustrie wird vorwiegend für zeitgenössischen Architekturen verwendet. Die Gesteinskörner des Gemisches aus Zement, Sand und Wasser verschwinden in den blank polierten Oberflächen. Dadurch entsteht eine Arbeit, die an monochrome Malerei erinnert. Von der Schwere des Materials Beton bleibt nichts erhalten. Die Flecken scheinen an der Wand zu schweben. Die Arbeiten sind zumeist Ausdruck von Gegensätzlichkeit und spontanem Handeln. Der Zufall spielt eine wesentliche Rolle in der Arbeit. Die Spuren der Schüttung, stehen im Kontrast zur Perfektion. Mit dem Einsatz des Materials Erde wird das Material Beton in ein organisches, umweltfreundliches, nachhaltiges Material verwandelt. Aus dem Naturelement macht Katja Kollowa Flecken, die eine besondere Kraft und Präsens haben.

ta(nz)ma(cht)(de)me(nschen)mu(nter)

Eingebaut zwischen Kiosks und Kneipen der Oranienstraße – und den neueren Zuzügen, den teuren Boutiquen und gehobenen Kaffees – befindet sich eine unauffällige Vitrine für Kunstprojekte. Zwangsläufig wird oft an diesen Ausstellungen, die mit dem Hin und Her gerade dieses besonders hektischen Teils von Kreuzberg konkurrieren, achtlos vorübergegangen, obwohl es darauf ankommt wer zu einem bestimmten Zeitpunkt vorbeikommt.
Mit Ihrem Projekt, „Ta(nzen) ma(cht) mü(de) Me(nschen) mu(nter)“ löst die Berliner Künstlerin Katja Kollowa das SOX radikal aus seinem unauffälligen Dasein in der Nachbarschaft, indem sie einen münzbetriebenen Disko-Automat installiert, der dem Benutzer für wenige Sekunden Musik bietet.
Begleitet von einer sich drehenden Diskokugel und einigen Spots, die die visuellen Effekten der Installation in der Vitrine auf die Straße ausdehnen, schafft sie einen zeitlich begrenzten Dancefloor für SOX Besucher, Passanten oder jeden der ausreichend Neugierde und zehn Cent hat.

Nestled between the late-night take-outs and bars of Oranienstraße—as well as the more recent arrivals like expensive boutiques and upscale cafés—is a modest vitrine that hosts art projects.
Forced to compete with the hustle and bustle of this particularly vibrant part of Kreuzberg, these displays may often pass unnoticed, although this depends on who happens to be passing by at any particular moment.
For her project, “Dancing makes weary people come alive,” Berlin artist Katja Kollowa radically departs from SOX’s understated role in the neighborhood by creating a coin operated discothèque-automat that provides the user with a few seconds of music accompanied by a spinning disco ball and a series of lights that extend the visual effects of the installation situated within the vitrine, out onto the street creating a temporary dance-floor for SOX visitors, random pedestrians, or anyone with sufficient curiosity and ten cents to spare. (mf)

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